Die Stapelverarbeitung in Affinity Photo.

Wie im Artikel „1. Bilder für Web & WordPress komprimieren“ bereits angesprochen, kann die manuelle Komprimierung schnell mühselig werden. Hier kann Ihnen eine Automatisierung eine echte Erleichterung bieten. Die Stapelverarbeitung von Affinity Photo optimiert Ihren Workflow bei der Komprimierung von Bildern, durch einen automatisierten Ablauf. Sie kann Ihnen aber auch in anderen Bereichen viel Zeit sparen. Erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und wo Sie sie einsetzen können.

1. Die Stapelverarbeitung aufrufen.

Seit der Version 1.5 ist eine kleine, aber äußerst nützliche Funktion in Affinity Photo integriert. Platziert wurde sie unter dem Menüpunkt „Datei“ und kann durch „Neue Stapelverarbeitung…“ aufgerufen werden.

Falls Sie mit Adobe Photoshop arbeiten sollten, gibt es hier bereits seit längerer Zeit eine alternative Lösung die ähnlich aufgebaut ist. In Adobe Photoshop verwenden Sie den „Bildprozessor“. Um zum Bildprozessor zu gelangen, navigieren Sie ebenso in den Menüpunkt „Datei“. Danach finden Sie in dem Untermenü „Skripten“ den „Bildprozessor“.

Contenbild - Bilder für Web & Wordpress optimieren - Stapelverarbeitung erster Schritt in Affinity Photo

2. Die Stapelverarbeitung richtig einstellen.

Nachdem Sie auf den Punkt „Neue Stapelverarbeitung…“ geklickt haben, öffnet sich das Konfigurationsfenster. In diesem Fenster können Sie den nachfolgenden Verarbeitungsprozess bestimmen. Über den Button „Hinzufügen“, laden Sie zunächst Ihre Ursprungsdateien als Quellen. Wenn Sie das erledigt haben, widmen Sie sich dem rechten Abschnitt des Fensters.

Bei der „Ausgabe“ können Sie festlegen, wo die neu formatierten Dateien gespeichert werden soll. Außerdem können Sie hier präzisieren, in welchen Formaten Sie die Dateien benötigen und welche Maße die Bilddateien erhalten sollen. Im letzten Teil des Fensters, können Sie zusätzliche Makros anwenden. Im unteren Screenshot ist beispielsweise die Umwandlung in den Farbraum sRGB ausgewählt.

Contenbild - Bilder für Web & Wordpress optimieren - Stapelverarbeitung mit vordefinierten Einstellungen exportieren

Quick-Tipp: Wenn Sie Ihre Bilder proportional richtig ausgeben lassen wollen, geben Sie nur die Höhe oder Breite an, die Sie benötigen. Wenn Sie etwa Bilder für Ihre Webseite exportieren, geben Sie nur die maximale Breite an. Affinity Photo skaliert daraufhin das Bild proportional in der Höhe.

In Adobe Photoshop ist das Fenster des Bildprozessors anders aufgebaut. Dennoch bietet es in etwa den selben Umfang wie die Stapelverarbeitung von Affinity Photo. Photoshop hat allerdings keine Funktionalität zum Export von PNG-Dateien einbezogen. Hier bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Ihre Dateien als JPEG, PSD oder TIFF abzuspeichern.

3. Die Stapelverarbeitung in der Praxis anwenden.

Wie bereits zu Beginn angesprochen, kann der automatisierte Vorgang in mehreren Situationen nützlich sein. Einen Punkt haben diese Situationen immer gemeinsam: Es müssen mehrere Dateien auf die gleiche Art verarbeitet werden.

Aber wo macht das Sinn? Beispielsweise beim Anpassen der Bildmaße auf eine einheitliche Breite. Bei doppelten Speichervorgängen in denen JPG, PNG und TIFF-Dateien benötigt werden. Beim Umwandeln des Farbraums von mehreren hundert Bildern für den Druck in den CMYK Farbraum. Sie sehen schon, es gibt mehrere Möglichkeiten wo die Stapelverarbeitung eine willkommene Hilfe gewährt. Zusätzlich können Sie Makros auch selbst erstellen, welche Sie im Konfigurationsfenster auf mehrere Bilder anwenden können. Diese Funktion können Sie bspw. verwenden, um Ihren Bildern einen einheitlichen Stil zu geben.

Die genannten Anwendungsfälle waren selbstverständlich alles nur Beispiele. Wie Sie die erwähnten Makros selber erstellen können um Bildern einen einheitlichen Bildstil zu geben, erkläre ich in einem weiteren Artikel. In der Zwischenzeit würde ich mich freuen, wenn Sie mir in die Kommentare schreiben, wo Ihnen diese Funktion weiterhilft. Falls Sie Fragen zu einem eigenen Fall haben, stehe ich Ihnen selbstverständlich auch zur Verfügung.

Leave a Reply